Soziales & Gerechtigkeit

Ankerplatz Stade

Aus Stade

Anmerkung der Redaktion: Im Zuge einer Prüfung der Publikumsstimmen stellte sich heraus, dass das Projekt „Ankerplatz Stade” offensichtliche Fake Votes erhalten hat. Parallel hat sich der Projektverantwortliche bei uns gemeldet. Dieser distanziert sich klar von dem Täuschungsversuch und hat sich proaktiv dazu geäußert: "Als gemeinnütziger Verein liegt uns Fairness besonders am Herzen und eine solche Aktion wäre nicht in unserem Sinne und ist nicht mit uns abgesprochen.” (Mario Handke, Projekteinreicher Ankerplatz Stade)

Im Sinne der Gleichbehandlung wurden alle erkennbaren Fake Votes abgezogen. „Dass sich der Projekteinreicher unmittelbar bei uns gemeldet hat, begrüßen wir außerordentlich. Im Sinne unserer MissionMiteinander haben wir daher entschieden, das Projekt mit den tatsächlichen Fan Votes für die Abstimmungen zuzulassen.“ (Kati Eggert & Ivonne Andrä, Projektleitung 100 Jahre R+V). Beim R+V Mitarbeitervoting wird das Projekt regulär zur Wahl stehen und teilnehmen.

Welches Problem möchte das Projekt lösen?

Wie machen wir unsere Innenstadt nach der Innenstadt wieder zu einem Place to be? Und wie entstehen soziale Netzwerke, die diesen Namen auch wirklich verdienen? Nicht erst seit der Pandemie ist gesellschaftlich ein vermehrter Rückzug aus dem öffentlichen Raum und eine Hinwendung ins Private zu beobachten - Forschende bezeichnen diese Beobachtung als "Cocooning". So haben die großen Tech-Konzerne mit zahlreichen Entwicklungen dazu beigetragen, dass wir mittlerweile einen Großteil unseres Alltags von zu Hause aus erledigen können. Die Folge ist der zunehmende Verlust von Gemeinschaftserlebnissen und Zusammenhalt in einer immer stärker individualisierten Gesellschaft. Diese Entwicklung ist zugleich eine Gefahr für unsere Demokratie, da die Begegnungen im Netz ohne persönlichen Austausch oftmals von Fake-News, Hassrede und Filterblasen dominiert wird und die Suche nach gemeinsamen Kompromisslinien immer schwerer erreicht werden kann.

Wie löst das Projekt das Problem?

Mit dem Ankerplatz Stade errichten wir auf dem rund 6000m² großen Platz am Sande ein maritimes Dorf aus umgebauten Schiffscontainern. Entstehen soll so ein Reallabor für den Marktplatz der Zukunft. Hierfür haben wir ein klares Leitbild:

  1. gemeinschaftsstiftend & generationenübergreifend,
  2. digital & innovativ,
  3. regional & nachhaltig,
  4. authentisch & maritim.

Dabei verfolgen wir einen so genannten All-Profit-Ansatz und finanzieren die Rohcontainer aus Spenden- und Fördergeldern, den Ausbau nehmen wir mithilfe von lokalen Handwerksbetrieben vor, die im Gegenzug einen modernen und lebendigen Showroom für ihre Produkte und Dienstleistungen erhalten. Für den Betrieb der Container schließen wir Kooperationen mit zahlreichen sozialen Akteuren aus unserer Region, wie Vereine, Verbände, Initiativen und Projekte. So entsteht ein moderner und stylischer Treffpunkt mitten in der Stader Innenstadt.

Welches Ziel verfolgt das Projekt?

Zentrales Ziel ist die Anregung zu vielfältigen Gemeinschaftserlebnissen. So haben wir uns für den Platz insgesamt fünf Bausteine überlegt, die Menschen wieder in der analogen Welt zusammenbringen sollen:

  1. Gastronomie & Events,
  2. Kochen, Gärtnern & Ernährung,
  3. Sport & Bewegung,
  4. Kreativität, Bauen & Basteln (DIY),
  5. familienfreundliche Angebote.

Durch moderne Beteiligungsformate wie unsere Planbude, ein Legomodell oder auch einen digitalen Datentisch, möchten wir die Menschen in unserer Region frühzeitig in unsere Planungen mit einbinden und sie aktiv an der Gestaltung des Ankerplatzes teilhaben lassen. Auf diesem Weg und durch den All-Profit-Ansatz entsteht ein starkes lokales Netzwerk mit hohem Identifikationspotential, das die Innenstadt wieder zu einem echten Ort für Gemeinschaft und Zusammenhalt werden lässt. Ferner ist unser Projekt skalierbar und bietet somit auch Chancen für eine Problemlösung in weiteren Städten und Kommunen.